Weiberner Tuff | Produkte

Widerstandsfähig und leicht zu verarbeiten

Aus geologischer Sicht stellt der Weiberner Tuffstein einen massigen, undeutlich geschichteten Tuff dar, der im Zuge der in der Osteifel vor ca. 400.000 Jahren herrschenden Vulkantätigkeit entstanden ist (Fuhrmann & Lippolt 1986).

Bei den Tuffserien handelt es sich um pyroklastische Stromablagerungen, deren Ausbruchszentrum nördlich der Ortschaft Rieden gelegen hat (Viereck, 1984). Die Tuffe stellen ein Gemisch aus feinkörnigen Aschen, Bimslapilli, Gesteinsgläsern und Kristallendevonischen Sandstein- und Tonschieferbruchstücken dar. Die gesamten Tuffserien lassen sich in verschiedenen Fließeinheiten gliedern, die gemäß ihrer Entstehung als Surge- bzw. Ignimbritablagerungen interpretiert werden können.

Im Anschluss an die Ablagerung wurden die Tuffe durch Mineralumwandlungen (sog. Zeolithisierung) verfestigt. Die aschereichen Ignimbritserien lassen sich aufgrund ihrer Bearbeitungseigenschaften als Baustein verwenden (sog. Werkstein) und werden schon seit der Römerzeit in Weibern gewonnen.

Tuff als leicht bearbeitbares und trotzdem widerstandsfähiges Material eignet sich besonders für hinterlüftete Außenwandverkleidungen. Aber auch im Innenausbau oder bei der Restaurierung von alten Gebäuden wird er häufig eingesetzt.

Werkstein

Weiberner Tuff

Druckfestigkeit
16,5 N/mm²
Biegezugfestigkeit
2,2 N/mm²
Ankerdornausbruchsfestigkeit
d=6cm 1250 N